Auch bei der betrieblichen Altersversorgung müssen in einem sich stetig wandelnden Umfeld immer wieder neue Wege gegangen werden. So stellt der demografische Wandel im Zusammenspiel mit dem historisch niedrigen Zinsniveau Pensionseinrichtungen vor ganz neue Herausforderungen, wenn es darum geht, mit den erwirtschafteten Renditen die Versorgungszusagen zu erfüllen. Die kontinuierlich wachsende Vielschichtigkeit sowohl der Finanzprodukte als auch der Regulatorik erschweren den Investitionsprozess für institutionelle Akteure wie Pensionskassen zusätzlich.
Uwe Rieken und Andreas Weigl von der FAROS Fiduciary Management AG haben für das jüngst erschienene Fachbuch „bAV 2022“ einen Beitrag verfasst, in dem sie einen Lösungsvorschlag für diese Problematik zahlreicher Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung entwickeln: eine Professionalisierung des Anlageprozesses durch Auslagerung an einen fiduziarischen Treuhänder.

Kostenoptimierung und Ausweitung des Anlageuniversums im Fokus
Im Titel ihres Fachbeitrages „Fiduciary Management: Kostenvorteile und besserer Zugang zu alternativen Investments“ verraten die beiden Autoren bereits zwei der zentralen Vorzüge des ausgelagerten Kapitalanlagemanagements: Die Kostenoptimierung und die Ausweitung des Anlageuniversums. Denn ein treuhänderischer Anlagemanager ist in der Lage, für den Kunden unterschiedliche Einsparpotenziale zu realisieren, indem er beispielsweise Einkaufsvorteile bei Finanzprodukten weitergibt und günstigere Konditionen mit externen Dienstleistern wie Verwahrstellen oder KVGen aushandelt.
Neben dem Kostenfaktor bedeutet das professionelle Fiduciary Management zudem deutliche Verbesserungen beim Zugang zu alternativen und nicht liquiden Anlagen. Denn alternative Assetklassen verlangen nicht nur ein professionelles Maß an Fachwissen, sondern häufig auch ein Mindestanlagevolumen, das außerhalb der Möglichkeiten von kleinen und mittelgroßen Einrichtungen der betrieblichen Altersversorgung liegt. Durch die Zusammenarbeit mit einem Fiduciary Manager und dessen Möglichkeit, das Kapital mehrerer institutioneller Anleger zusammenzulegen, nehmen Pensionseinrichtungen die Hürde hoher Mindestzeichnungsbeträge und gewinnen so Zugang zu einem ganzen Segment an Anlagemöglichkeiten, das ihnen zuvor verschlossen war.
Was alternative Assetklassen für Pensionseinrichtungen so interessant macht
Alternative Assetklassen wie Infrastrukturinvestments und andere Sachwertanlagen sind aus den Portfolios institutioneller Investoren nicht mehr wegzudenken. Dabei stehen die auf lange Sicht kalkulierbaren Auszahlungen und die oft attraktiven Erträge in der Regel im Mittelpunkt. Doch neben den Renditegesichtspunkten erweisen sich alternative Investments auch mit Blick auf die Diversifizierung des Portfolios als unverzichtbar. Denn bei der Zusammenstellung eines breit diversifizierten Portfolios ist eine Streuung über mehrere Anlageklassen unerlässlich, auch hier leisten die alternativen Assets gute Dienste.
Fiduciary Management: Steuerung des institutionellen Anlageprozesses aus einer Hand
Besonders bei größeren Pensionseinrichtungen krankt das Anlagemanagement an der Vielzahl von Akteuren, die an der Verwaltung des Portfolios beteiligt sind. In Ermangelung einer koordinierenden Instanz mit Gesamtverantwortung für den Anlageprozess kommt es hier häufig zu Problemen bei der strategischen Entscheidungsfindung, dem Risikomanagement und der Gesamtsteuerung des Portfolios. In dieser Situation kann die Auslagerung des Kapitalanlagemanagements an einen treuhänderisch tätigen Investment Consultant Abhilfe schaffen. Denn beim Fiduciary Management wird der institutionelle Anlageprozess mit der erforderlichen Fachkompetenz und Verantwortung für den Gesamtablauf aus einer Hand gesteuert und optimiert.
Ein Link für die Bestellung des Buchesfindet sich auf der Internetseite von FAROS unter https://www.faros-consulting.de/ueber-uns.